Biblis/Gernsheim geht die Puste aus
16.01.2018

Kategorie: Damen I  -  Geschrieben von: © Südhessen Morgen, Dienstag, 16.01.2018

Biblis/Gernsheim geht die Puste aus

BIBLIS.Sie hatten sich so viel vorgenommen, die Handballerinnen der FSG Biblis/Gernsheim. Bei der HSG Fürth/Krumbach wollten sie Revanche nehmen für die schmerzhafte 23:33-Heimschlappe aus der Hinrunde und zugleich einen gelungenen Start ins neue Jahr der Bezirksoberliga feiern. Doch am Ende standen im Odenwald eine bittere 26:29 (12:14)-Niederlage und die Erkenntnis, dass man sich wieder einmal zu viele technische Fehler geleistet hatte, um das Parkett als Sieger zu verlassen.

„Wir waren nicht schlecht. Spielerisch sah das über weite Strecken gut aus. Aber immer wieder haben wir uns technische Fehler erlaubt und damit Fürth in die Karten gespielt“, resümierte FSG-Coach Sascha Köhl. „Es war eindeutig mehr drin, aber wir waren leider in der Breite heute nicht gut genug besetzt“, haderte er nach der Schlusssirene.


So wurden vor allem die erkrankten Leistungsträgerinnen Amina Drekovic und Saskia Laudenbach schmerzlich vermisst. „Dadurch, dass uns Alternativen fehlten, reichte dann auch irgendwann die Kondition nicht mehr“, musste Köhl erkennen. „Der Gegner war zwar auch irgendwann platt, aber bei uns fiel das mehr ins Gewicht.“

In der ersten Hälfte lief es für Biblis/Gernsheim noch lange ganz ordentlich. Die Chancenverwertung war zwar nicht ideal, aber es reichte, um Fürth in Schach zu halten und sich auf 4:1 (6.) abzusetzen und über 5:3 und 8:5 (14.) stets eine Führung zu behaupten. Dann kam der erste Knackpunkt der Partie: Biblis leistete sich Ballverluste, Fürth/Krumbach konterte und ging nach einem 4:0-Lauf beim 9:8 (17.) erstmals selbst in Front. Köhl nahm sofort eine Auszeit, beruhigte das Spiel seiner Mannschaft wieder, und tatsächlich drehte die FSG das Resultat durch Treffer von Lisa Götz und einen Doppelpack von Denise Neumann wieder zum eigenen 11:9-Vorsprung (22.). Erst nach dem 12:11 vier Minuten vor der Pause lief dann gar nichts mehr bei Biblis zusammen, und Fürth ging tatsächlich noch mit einem 14:12 in die Kabine.

Im zweiten Abschnitt liefen die Ried-Handballerinnen über 13:17 (34.) und 17:20 (40.) bis zum 18:22 (43.) einem Rückstand hinterher. Als Fürth/Krumbach beim 25:19 neun Minuten vor dem Ende erstmals mit sechs Treffern führte, schien die Entscheidung gefallen. „Aber meine Spielerinnen haben stark gekämpft. Da kann man keinen Vorwurf machen“, sah Köhl ein Aufbäumen seines Teams. Bis auf 25:26 arbeitete sich die FSG wieder heran, und noch waren gut zwei Minuten zu spielen. „Da hatten wir noch einmal alle Chancen“, so der Gäste-Trainer.

Doppelschlag bringt Entscheidung
Doch es fehlten die nötigen Körner, die Alternativen im Kader, um dem Spiel tatsächlich noch eine Wendung zu geben. So war es Fürth, das mit zwei schnellen Treffern binnen 30 Sekunden zum 28:25 alles klar machte. „Schade, heute wäre mehr drin gewesen“, bedauerte Köhl im Anschluss. Jetzt gilt es für die Bibliserinnen am kommenden Wochenende, eine Pflichtaufgabe erfolgreich zu erledigen: Dann kommt das Tabellenschlusslicht Dornheim/Groß-Gerau in die Pfaffenauhalle – und dann heißt es für die FSG: Verlieren verboten!

HSG-Tore: Elena Weber (11/5), Stella Niklas, Lisa Unrath, Maria Bauer (je 4), Anika Wolf (3), Regina Krämer (2), Jil Dingeldein (1).

FSG-Tore: Elma Drekovic (8), Miriam Weil (7), Denise Neumann (4), Sandra Schnellbach (4/3), Lisa Kreimes (2), Lisa Göth (1).

© Südhessen Morgen, Dienstag, 16.01.2018

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