FSG bringt sich selbst in Bedrängnis
10.10.2017

Kategorie: Damen I  -  Geschrieben von: Romina

FSG bringt sich selbst in Bedrängnis

"Das war ein hartes Stück Arbeit", atmete Liboria Romano kräftig durch. Sie war fast so geschafft, als hätte sie selbst 60 Minuten gespielt. Aber die verletzte Leistungsträgerin des Handball-Bezirksoberligisten FSG Biblis/Gernsheim vertrat erneut ihren erkrankten Trainer Sascha Köhl, übernahm wie schon in der Vorwoche beim 20:18-Erfolg in Egelsbach im Heimspiel gegen die HSG Langen das Coaching - und wieder erfolgreich. Mit 17:16 (11:11) behielt Biblis/Gernsheim die Oberhand.

Dabei hätte es die FSG gar nicht so spannend machen müssen. Nach 16 Minuten führten die Gastgeberinnen mit 10:5, hatten die Partie scheinbar sicher im Griff. "Leider haben wir uns dann wieder wie so oft eine Viertelstunde dauernde Auszeit genommen", musste Liboria Romano mit ansehen, wie der Vorsprung schnell wieder zusammenschmolz. Nur noch ein Treffer gelang den Bibliserinnen vor der Pause, das 11:11 war die Folge.

"Das war unnötig"

Nach dem Seitenwechsel legte Langen sogar kurzzeitig vor (11:12, 32.), aber das sollte auch schon die einzige Gäste-Führung bleiben. Es blieb allerdings von da an immer eng und Biblis/Gernsheim konnte sich bei der glänzend aufgelegten Romina Merschroth im Tor bedanken, dass Langen in Schach gehalten wurde.

Als Sandra Schnellbach per Strafwurf zum 16:14 traf, schien die FSG bereits auf der Siegerstraße. Langen egalisierte zum 16:16 und die Interimstrainerin nahm noch einmal eine Auszeit. Unmittelbar danach traf Miriam Weil zum 17:16 für Biblis, doch noch waren dreieinhalb Minuten zu spielen, in denen die Gastgeberinnen verbissen kämpften, sich in der Abwehr aufrieben - mit Erfolg. Vorne gelang zwar nichts mehr, aber auch die Deckung ließ nichts mehr zu, so dass es beim denkbar knappen Erfolg blieb.

"Dass es so eng wurde, war unnötig", fand Liboria Romano. "Wir haben vorne zu viele technische Fehler fabriziert und auch die Chancenverwertung war eher schwach. Damit haben wir uns das Leben sehr schwergemacht", meinte sie nach dem hart geführten Spiel, in dem es kurz vor dem Ende auch noch eine Schrecksekunde gab: Torjägerin Elma Drekovic wurde beim Wurf attackiert, verletzte sich an der Schulter und musste vom Spielfeld getragen werden. Aber nach der Schlusssirene konnte Liboria Romano schon Entwarnung geben: "Es ist wohl nicht so schlimm, wie es anfangs aussah."

FSG-Tore: Amina Drekovic (6), Sandra Schnellbach (5/5), Miriam Weil, Lisa Kreimes (je 2), Saskia Laudenbach, Lisa Götz (je 1).Quelle: Mannheimer Morgen

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